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Logitech G27

Seite: 1Fazit

Der König ist tot - lang lebe der ... oder wartet mal. Ist er es wirklich?! Logitechs neues Über-Lenkrad besticht erneut mit grandioser Verarbeitung, tollen Features und dem Flair des Besonderen. Aber reicht es, um seinen eigenen Vorgänger vom Tron zu stoßen?

Die Nachfolge einer Ikone anzutreten ist niemals leicht – und das erfährt das G27 am eigenen Leib. Um das „warum“ zu klären, fangen wir doch einfach mal bei den Basics an: Das Edelvolant kommt mit einer vollbelegten Pedalerie (also Gas, Bremse und Kupplung), einer voll funktionsfähigen, abgekoppelten Sechsgang-Schaltkulisse, unzähligen belegbaren Knöpfen und einem um 900° drehbaren Lenkrad aus feinstens verarbeitetem Aluminium und Leder daher – genau wie das G25. Als weiteres Goodie wurde allerdings eine Schaltpunkt-Anzeige am Gelenk des Lenkrads installiert, das euch in dieses Feature unterstützenden Spielen durch farbige LEDs darüber aufklärt, wann ihr den nächsten Gang reinhämmern solltet. Dieses zugegeben coole Schmankerl fehlt dem „alten Super-Lenkrad“, dafür bietet das allerdings die Möglichkeit, bei der Schaltkulisse mechanisch umzustellen, ob man sozusagen eine sequenzielle Automatik nachempfinden (kurze Stöße des Ganghebels nach vorne oder hinten wechseln die Gänge), oder die normalen Gassenwege durchfahren möchte. Das wurde beim leider G27 wegrationalisiert.

Dafür wurde an einigen anderen Details gefeilt, die vor allem echten Hardcore-Racing-Fans die Freudentränen in die Augen treiben werden. So wurde die Pedal-Geometrie verbessert und außerdem ist es nun möglich, die Position der Pedal-Flächen mittels Schrauben zu verstellen. Zusätzlich ist das „Feeling“ beim Schalten verbessert worden (die Wege gerieten weniger schwammig, auch wenn sie unserer Meinung nach immer noch zu lang sind) und die Schaltpedals am Lenkrad fühlen sich deutlich nun erfreulich stabiler und verlässlicher an. Die größte Änderung ist allerdings für das bloße Auge gar nicht sichtbar: Der Motor für die Force-Feedback-Effekte greift nun auf eine andere Technik zurück, deren Detailerklärung wir euch jetzt mal ersparen wollen (ganz kurz und sachlich ausgedrückt: Man wechselte von einem Stirnrad auf ein Schraubenrad-Getriebe). Das Ergebnis ist allerdings durchwegs eine längere Erwähnung wert. Denn die Krafteinwirkungen auf das Lenkrad gehen nun nicht nur etwas leiser, sondern auch deutlich geschmeidiger, also vibrationsärmer und dosierter vonstatten, was das Spielerlebnis noch mal etwas verbessert. Umso trauriger dürfte für manche Racing-Fans mit Konsolen die Tatsache sein, dass das G27 ebenso wie sein Vorgänger nur in Kombi mit der PS3 und PS2, nicht aber der Xbox360 funktioniert.

Außerdem erwartet euch natürlich wieder eine neue Software, die sich allerdings für uns nicht wirklich von der alten unterscheidet (G25 und G27 verlangen in der Tat nach unterschiedlichen Versionen des „Logitech Gaming Software“ genannten Programms, mit dem man diverse Profile erstellen und das Verhalten des Lenkrads ein wenig anpassen kann). Gut funktionieren tut es trotzdem.

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