Ron Gilbert würde gerne Monkey Island 3 machen
Seit dem dritten Teil der Monkey Island-Serie gibt es Diskussionen unter den Fans, ob das Spiel wirklich noch zur Kontinuität der Reihe gehört - von Flucht von Monkey Island oder den Tales of Monkey Island gar nicht zu reden. Der Grund dafür ist, dass Serienerfinder Ron Gilbert nach Monkey Island 2: LeChuck's Revenge LucasArts verließ und dementsprechend mit den Sequels (abgesehen von Tales, wo er beratend dabei war) nichts zu tun hat. Gilbert dürfte zu denen gehören, die die Fortsetzungen nicht unbedingt als Teil der Serie sehen, denn in einem Interview erklärte er, dass er gerne Monkey Island 3 entwickeln würde. Die Sache hat allerdings einen Haken: Die Rechte an der Franchise gehören LucasArts, und er glaubt nicht daran, dass man selbst mit einem Kickstarter-Projekt für 30 Millionen Dollar dem Publisher die Rechte abkaufen könnte.
Dennoch sieht er eine Zukunft für das oft geschmähte Genre an sich. Das liegt auch daran, dass mehr und mehr andere Spiele - er nennt L.A. Noire als Beispiel - Elemente aus den Adventures übernehmen. Die Leute schätzen Geschichten und Charaktere, und das sind die Stärken eines Adventures. Er selbst liebt am Genre, dass die Spiele langsam und bedächtig sind, dass man denken muss. Dennoch beginnt für ihn jedes Spiel mit der Story, erst dann kommen die Rätsel.
Übrigens: In der heute (Österreich) bzw. morgen (Deutschland/Schweiz) erscheinenden Ausgabe von Gamers findet ihr ein Retro-Special zur Ära Ron Gilbert bei LucasArts. Prädikat: Lesenswert!

